Kageryū – Katana mit gefalteter und lehmgehärteter Honsanmai-Klinge
Beim Kageryū prägt die schwarz lackierte Hartholz-Saya mit ihrer detailliert ausgearbeiteten Drachengravur das Erscheinungsbild. Die Enden der Saya sind mit Büffelhorn versehen. Das schwarze Sageo aus japanischer Seide ergänzt die dunkle Gestaltung. Aus dem schwarzen Drachenmotiv leitet sich auch der Name des Katana ab: Kageryū (影龍) – „Schattendrache“.
Die Tsuka besteht aus Hartholz und ist mit echter Rochenhaut unterlegt. Darüber liegt eine eng ausgeführte Wicklung aus schwarzer japanischer Seide. Tsuba, Fuchi und Kashira bestehen aus Messing und sind mit goldfarbenen Details verziert. Besonders die runde Tsuba fällt durch ihre plastisch ausgearbeitete Darstellung einer traditionellen japanischen Szene auf. Goldfarbene Menuki setzen zusätzliche Akzente zwischen den Wicklungen des Griffs und ergänzen die verzierten Messingbeschläge.
Die von Hand geschmiedete Klinge besitzt einen Honsanmai-Klingenaufbau mit gefalteten Stahlflanken, deren feine, unregelmässige Struktur auf der Oberfläche sichtbar ist. Sie wurde traditionell differentiell mit Lehm gehärtet, wodurch ein echter Hamon mit lebhaftem, wellenartigem Verlauf entsteht. Die Klinge ist sandpoliert und wird zusätzlich von Hand mit japanischen Wassersteinen geschliffen. Sowohl die natürliche Härtelinie als auch die Struktur des gefalteten Stahls kommen auf der Klingenoberfläche deutlich zur Geltung.
Die durchgehende Angel wird mit zwei Mekugi sicher in der Tsuka fixiert und sorgt für einen soliden Aufbau. Charakteristisch für das Kageryū ist die Verbindung aus Honsanmai-Klingenaufbau, gefaltetem Stahl und traditioneller Lehmhärtung. Die schwarze Saya mit ihrer Drachengravur, die schwarz-blaue Griffgestaltung und die goldverzierten Messingbeschläge verleihen dem Katana sein eigenständiges Erscheinungsbild. Die scharf ausgeschliffene Klinge ist für Battōdō und Schnittübungen (Tameshigiri) geeignet.
„Dem Drachen die Augen einsetzen.” (japanisches Sprichwort)
Eigenschaften
- Handgeschmiedet nach traditioneller japanischer Art: Ja
- Techniktraining (Battodo): Ja
- Schnittübungen (Tameshigiri): Ja
- Tsuka (Griff): Hartholz mit echter Rochenhaut überzogen
- Tsuba (Stichblatt): Messing mit Gold
- Fuchi (Griffzwinge): Messing mit Gold
- Kashira: Messing mit Gold
- Menuki (Griffdekoration): Messing
- Ito (Griffband): umwickelt mit japanischer Seide
- Saya (Scheide): Hartholz, lackiert, mit graviertem Drachen und Büffelhorn
- Sageo (Schwertscheidenband): umwickelt mit japanischer Seide
- Gesamtlänge: 103 cm
Klinge
- Material: Honsanmai Klinge (Hagane: 1095 Karbonstahl, Kawagane: 1060 Karbonstahl, Shigane: 1045 Karbonstahl)
- Tongehärtet (echter Hamon): Ja
- Praktischer Einsatz (“Battle ready”): Ja
- Gefalteter Stahl: Ja
- Full-Tang: Ja (2 Mekugi)
- Sandpolitur: Ja
- Schliff mit japanischen Wassersteinen: Ja
- Bo-Hi (Blutrille): Ja
- Klingenlänge: 71 cm
- Klingendicke: 7 mm
- Klingenbreite: 3,2 cm
- Härte: 55–58 HRC
































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