Karyū – Katana mit 1095 Klinge, Wassersteinschliff und Sashikomi-Politur
Beim Karyū prägt die schwarz lackierte Hartholz-Saya mit ihrem grossflächigen goldfarbenen Drachenmotiv das Erscheinungsbild. Die eingravierte Darstellung erstreckt sich über einen weiten Teil der Scheide und wird von geschwungenen, flammenartigen Ornamenten begleitet. Das goldfarbene Sageo aus japanischer Seide bildet einen schönen Kontrast zur dunklen Oberfläche. Aus dem Drachenmotiv und den flammenartigen Verzierungen leitet sich auch der Name des Katana ab: Karyū (火龍) – „Feuerdrache“.
Die Tsuka besteht aus Hartholz und ist mit echter dunkler Rochenhaut unterlegt. Darüber liegt eine eng ausgeführte Wicklung aus goldfarbener japanischer Seide, durch deren rautenförmige Öffnungen die dunkle Rochenhaut sichtbar wird. Tsuba, Fuchi und Kashira bestehen aus Messing und sind mit gold- und silberfarbenen Details verziert. Besonders die runde, durchbrochen gearbeitete Tsuba fällt durch ihre plastisch ausgearbeitete Drachendarstellung auf. Die kontrastreiche Gestaltung der Beschläge ergänzt die helle Griffwicklung und greift zugleich das Drachenmotiv der Saya auf.
Die von Hand geschmiedete Klinge besteht aus 1095 Kohlenstoffstahl, der durch wiederholtes Falten eine feine, unregelmässig verlaufende Stahlstruktur aufweist. Die Klinge wurde traditionell differentiell mit Lehm gehärtet. Dadurch entsteht ein echter Hamon, der sich entlang der Schneide abzeichnet. Die Klinge besitzt eine Sashikomi-Politur, welche die natürliche Härtelinie und die Struktur des gefalteten Stahls zur Geltung bringt. Zusätzlich wird die Klinge von Hand mit japanischen Wassersteinen geschliffen.
Die durchgehende Angel wird mit zwei Mekugi sicher in der Tsuka fixiert und sorgt für einen soliden Aufbau. Charakteristisch für das Karyū ist die Kombination aus gefaltetem 1095 Kohlenstoffstahl, traditioneller Lehmhärtung und Sashikomi-Politur. Die schwarz lackierte Saya mit ihrer goldfarbenen Drachengravur, die goldfarbene Seidenwicklung und die reich verzierten Messingbeschläge verleihen dem Katana sein eigenständiges Erscheinungsbild. Die scharf ausgeschliffene Klinge ist für Schnittübungen geeignet.
„Einer, der tausend aufwiegt.” (japanisches Vier-Zeichen-Sprichwort)
Eigenschaften
- Handgeschmiedet nach traditioneller japanischer Art: Ja
- Techniktraining (Battodo): Ja
- Schnittübungen (Tameshigiri): Ja
- Tsuka (Griff): Hartholz mit echter Rochenhaut überzogen
- Tsuba (Stichblatt): Messing mit Gold und Silber
- Fuchi (Griffzwinge): Messing mit Gold und Silber
- Kashira: Messing mit Gold und Silber
- Menuki (Griffdekoration): Messing
- Ito (Griffband): umwickelt mit japanischer Seide
- Saya (Scheide): Hartholz, lackiert, mit graviertem Drachen
- Sageo (Schwertscheidenband): umwickelt mit japanischer Seide
- Gesamtlänge: 103 cm
Klinge
- Material: 1095 Stahl, Sashikomi-Politur
- Tongehärtet (echter Hamon): Ja
- Praktischer Einsatz (“Battle ready”): Ja
- Gefalteter Stahl: Ja
- Full-Tang: Ja (2 Mekugi)
- Sandpolitur: Ja
- Schliff mit japanischen Wassersteinen: Ja
- Bo-Hi (Blutrille): Ja
- Klingenlänge: 71 cm
- Klingendicke: 7 mm
- Klingenbreite: 3,2 cm
- Härte: 55–58 HRC


































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