Midoriryū – Katana mit lehmgehärteter Honsanmai-Klinge und Sashikomi-Politur
Beim Midoriryū fällt besonders die farbenreich gestaltete Hartholz-Saya ins Auge. Sie ist mit aufwendigen Handmalereien verziert, die einen grünen Drachen und weisse Wolken zeigen. Das violett-goldene Sageo aus japanischer Seide ergänzt die auffällige Gestaltung. Die Enden der Saya sind mit Büffelhorn versehen. Aus dem Drachenmotiv leitet sich auch der Name des Katana ab: Midoriryū (緑龍) – „Grüner Drache“.
Die Tsuka besteht aus Hartholz und ist mit echter heller Rochenhaut unterlegt. Darüber liegt eine eng ausgeführte Wicklung aus violetter japanischer Seide. Tsuba, Fuchi und Kashira bestehen aus Messing und sind mit goldfarbenen Details verziert. Besonders die runde, durchbrochen gearbeitete Tsuba fällt durch ihre plastisch ausgearbeiteten floralen Ornamente auf. Auch Fuchi und Kashira greifen die reich verzierte Gestaltung auf. Goldfarbene Menuki setzen zusätzliche Akzente zwischen den Wicklungen des Griffs.
Die von Hand geschmiedete Klinge besitzt einen Honsanmai-Klingenaufbau aus drei verschiedenen Kohlenstoffstählen. Dabei bildet 1095 Kohlenstoffstahl den Schneidenbereich, während 1060 Kohlenstoffstahl die äusseren Klingenpartien und 1045 Kohlenstoffstahl den inneren Kern bilden. Die Klinge wurde zudem aus gefaltetem Stahl gefertigt und traditionell differentiell mit Lehm gehärtet. Dadurch entsteht ein echter Hamon, der sich mit seinem geschwungenen Verlauf deutlich entlang der Schneide abzeichnet. Auf der Klingenoberfläche ist ausserdem die feine, unregelmässig verlaufende Struktur des gefalteten Stahls erkennbar. Die Klinge ist sandpoliert und besitzt eine Sashikomi-Politur, welche die natürliche Härtelinie und die Stahlstruktur zur Geltung bringt. Zusätzlich wird die Klinge von Hand mit japanischen Wassersteinen geschliffen. Eine dekorative Drachengravur nahe dem Habaki ergänzt die Klingengestaltung.
Die durchgehende Angel wird mit zwei Mekugi sicher in der Tsuka fixiert und sorgt für einen soliden Aufbau. Charakteristisch für das Midoriryū ist die mehrteilige Honsanmai-Konstruktion mit drei unterschiedlichen Kohlenstoffstählen, gefaltetem Stahl und traditioneller Lehmhärtung. Die handbemalte Drachen-Saya mit Büffelhornabschlüssen, die violette Seidenwicklung und die verzierten Messingbeschläge unterstreichen die aufwendige Gestaltung des Katana. Die scharf ausgeschliffene Klinge ist für Schnittübungen geeignet.
„Wo der Geist gesammelt ist, gelingt jedes Werk.” (japanisches Sprichwort)
Eigenschaften
- Handgeschmiedet nach traditioneller japanischer Art: Ja
- Techniktraining (Battodo): Ja
- Schnittübungen (Tameshigiri): Ja
- Tsuka (Griff): Hartholz mit echter Rochenhaut überzogen
- Tsuba (Stichblatt): Messing mit Gold
- Fuchi (Griffzwinge): Messing mit Gold
- Kashira: Messing mit Gold
- Menuki (Griffdekoration): Messing
- Ito (Griffband): umwickelt mit japanischer Seide
- Saya (Scheide): Hartholz, handbemalt, mit Büffelhorn
- Sageo (Schwertscheidenband): umwickelt mit japanischer Seide
- Gesamtlänge: 103 cm
Klinge
- Material: Honsanmai Klinge (Hagane: 1095 Karbonstahl, Kawagane: 1060 Karbonstahl, Shigane: 1045 Karbonstahl)
- Tongehärtet (echter Hamon): Ja
- Praktischer Einsatz (“Battle ready”): Ja
- Gefalteter Stahl: Ja
- Full-Tang: Ja (2 Mekugi)
- Sandpolitur: Ja
- Schliff mit japanischen Wassersteinen: Ja
- Bo-Hi (Blutrille): Nein
- Klingenlänge: 71 cm
- Klingendicke: 7 mm
- Klingenbreite: 3,2 cm
- Härte: 55–58 HRC


































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