Murasaki Ryū: Katana mit echtem Hamon und sandpolierter T10 Klinge
Die Saya aus Hartholz ist schwarz lackiert und mit einem feinen, unregelmässigen Muster versehen, das sich über die gesamte Oberfläche zieht. Je nach Lichteinfall hebt sich die Struktur unterschiedlich stark vom glänzenden Schwarz ab und verleiht der Saya zusätzliche Tiefe. Einen auffälligen Kontrast bildet das blau-orange geflochtene Sageo aus japanischer Seide.
Auch die Tsuka setzt sich farblich deutlich von der schwarzen Saya ab. Über der schwarzen Kunst-Rochenhaut liegt eine eng ausgeführte Wicklung aus violetter japanischer Seide, durch deren Rauten die dunkle Unterlage sichtbar bleibt.
Tsuba, Fuchi und Kashira sind aus Messing gefertigt und in einem warmen, leicht antik wirkenden Ton gehalten. Besonders aufwendig gestaltet ist die durchbrochen gearbeitete Tsuba, auf der sich ein Drache als zentrales Motiv zeigt. Die plastisch ausgearbeiteten Details und dunkleren Vertiefungen verleihen dem Motiv zusätzliche Tiefe. Das goldfarbene Habaki greift den warmen Farbton der Beschläge auf.
Die violette Seidenwicklung der Tsuka und das markante Drachenmotiv der Tsuba geben diesem Katana seinen Namen: Murasaki Ryū (紫竜) – „Violetter Drache“.
Die von Hand geschmiedete Klinge besteht aus T10 Kohlenstoffstahl und wurde traditionell mit Lehm differenziell gehärtet. Durch diesen Härteprozess entsteht ein echter Hamon, der sich deutlich sichtbar entlang der Schneide über die Klinge zieht. Die anschliessende Sandpolitur sorgt für eine gleichmässige Oberfläche und lässt die Härtelinie klar hervortreten.
Die Klinge ist scharf ausgeschliffen und für Schnittübungen geeignet. Eine durchgehende Angel, die mit zwei Mekugi in der Tsuka gesichert wird, sorgt für einen soliden Aufbau.
Die Kombination aus handgeschmiedetem T10 Kohlenstoffstahl, echter Lehmhärtung, japanischer Seidenwicklung und Messingbeschlägen macht das Murasaki Ryū auch technisch interessant. Optisch lebt es vom Kontrast zwischen der schwarz gemusterten Saya, der violetten Tsuka und den warmen Messingtönen. Der echte Hamon und die detailreich gearbeitete Drachentsuba runden den eigenständigen Charakter des Schwertes ab.
„Einer, der tausend aufwiegt.” (japanisches Vier-Zeichen-Sprichwort)
Eigenschaften
- Handgeschmiedet nach traditioneller japanischer Art: Ja
- Techniktraining (Battodo): Ja
- Schnittübungen (Tameshigiri): Ja
- Tsuka (Griff): Hartholz mit Rochenhaut-Imitat überzogen
- Tsuba (Stichblatt): Messing
- Fuchi (Griffzwinge): Messing
- Kashira: Messing
- Menuki (Griffdekoration): Messing
- Ito (Griffband): umwickelt mit japanischer Seide
- Saya (Scheide): lackiertes Hartholz, 76 cm
- Sageo (Schwertscheidenband): umwickelt mit japanischer Seide
- Gesamtlänge: 103 cm
Klinge
- Material: T10 Stahl
- Tongehärtet (echter Hamon): Ja
- Praktischer Einsatz (“Battle ready”): Ja
- Gefalteter Stahl: Nein
- Full-Tang: Ja (2 Mekugi)
- Sandpolitur: Ja
- Schliff mit japanischen Wassersteinen: Nein
- Bo-Hi (Blutrille): Ja
- Klingenlänge: 71 cm
- Klingendicke: 7 mm
- Klingenbreite: 3,2 cm
- Härte: 55–58 HRC
































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